AfD will Geld für NS-Gedenkstätte streichen

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» AfD-Mann Björn Höcke sprach von einer „dämlichen Bewältigungspolitik“. Ko-Parteichef Meuthen verteidigt ihn. Und gerade jetzt will seine AfD-Fraktion in Stuttgart Zuschüsse für eine NS-Gedenkstätte streichen.

Die baden-württembergische AfD schlägt in der Geschichtspolitik einen ähnlichen Kurs ein wie der thüringische AfD-Fraktionsvorsitzende Björn Höcke. Jörg Meuthen, Fraktionsvorsitzender im baden-württembergischen Landtag, verteidigte nicht nur Höckes Aussagen über das Berliner Holocaust-Mahnmal, seine Fraktion brachte im Haushaltsausschuss nun auch Anträge ein, in denen vorgeschlagen wird, die Fördergelder für die NS-Gedenkstätte Gurs in Frankreich zu streichen. Nach Gurs hatten die Nationalsozialisten jüdische Mitbürger aus dem badischen Landesteil deportiert, die Erinnerungsstätte wird jährlich mit 120 000 Euro gefördert.

Nach Gurs waren am 22. Oktober 1940 aus Baden, aus der Pfalz und aus dem Saarland 6500 Juden verschleppt worden. Außerdem soll es nach den Vorstellungen der AfD für Schüler keine Fahrten zu Gedenkstätten des nationalsozialistischen Unrechts mehr geben, sondern nur noch Exkursionen zu „bedeutsamen Stätten der deutschen Geschichte“. Die AfD begründet ihre Anträge mit der Notwendigkeit der Haushaltskonsolidierung sowie damit, dass Migranten ein positives Bild der deutschen Geschichte vermittelt werden müsse. Der Haushaltsüberschuss für das Jahr 2016 beträgt aber nach jüngsten Berechnungen des Finanzministeriums 3,5 Milliarden Euro. «
 
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Quelle: Frankfurter Allgemeine Zeitung (faz.de) © 2017
 




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2 Antworten

  1. Franz Henneken
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    RT @AfDSeligenstadt: AfD will Geld für NS-Gedenkstätte streichen https://t.co/j6TDt6VFYz #noAfD

  2. Franz Henneken
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    Der nächste denkbare Schritt: Neue Theorien über KZs und dessen Bedeutung für die AfD. Man muss sich darauf gefasst machen.

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